Johanneskirche Kahren
Ort
Kahren
Ort
Kahren
Koordinaten
51.72022
14.41496
14.41496
Koordinaten
51.72022
14.41496
Kategorie
Ăber das Objekt
Die Johanneskirche in Kahren/KĂłrjeĆ wurde auf VorgĂ€ngerbauten aus dem 14./15. Jahrhundert mit Feld-, Raseneisen- und Backsteinen errichtet und barockzeitlich mit einem polygonalen Chor ergĂ€nzt. Zu den Pfarrern gehörte Johann Gottlieb Fabrizius/Jan BogumiĆ Fabricius (1681â1741), der mit seiner BibelĂŒbersetzung das Niedersorbische/Wendische als Schriftsprache wesentlich weiterentwickelte.
1706 lieĂ Fabrizius âD. Martin Luthers sel. Kleiner Katechismus nebst einem christlichen Glaubensbekenntnis [âŠ] in der wendischen Spracheâ in Kahren drucken. Er organisierte ebenso die Ăbersetzung und Herausgabe des Neuen Testaments in niedersorbischer/wendischer Sprache. Daran erinnert eine 2006 aufgestellte Stele vor dem Pfarrhaus.
Der Kirchturm weist mit seinem gemauerten Helm, dem begehbaren Umgang und den wehrhaft wirkenden Zinnen auf die nur in der Niederlausitz und ihrem nahen Umfeld vorkommende AusfĂŒhrung mĂ€rkischer mittelalterlicher Turmkronen hin. Diese wurden im 19. Jahrhundert als âDeutsche Kroneâ oder auch âWendische Kroneâ bezeichnet. Im Kircheninneren befinden sich neben dem Altar einige Gedenk- und Totentafeln, z.B. fĂŒr die Eheleute Anna Justina (â 1718/19) und Christian v. Pannwitz (1655â1703). Die Familie hatte vor allem aus pietistischer Ăberzeugung den niedersorbischen/wendischen Buchdruck des Ortspfarrers befördert.
Gottesdienste in niedersorbischer/wendischer Sprache wurden regelmĂ€Ăig bis etwa 1912 gefeiert.
Die Johanneskirche als einstige wendische Landkirche ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Cottbus/ChĂłĆebuz eingetragen.
1706 lieĂ Fabrizius âD. Martin Luthers sel. Kleiner Katechismus nebst einem christlichen Glaubensbekenntnis [âŠ] in der wendischen Spracheâ in Kahren drucken. Er organisierte ebenso die Ăbersetzung und Herausgabe des Neuen Testaments in niedersorbischer/wendischer Sprache. Daran erinnert eine 2006 aufgestellte Stele vor dem Pfarrhaus.
Der Kirchturm weist mit seinem gemauerten Helm, dem begehbaren Umgang und den wehrhaft wirkenden Zinnen auf die nur in der Niederlausitz und ihrem nahen Umfeld vorkommende AusfĂŒhrung mĂ€rkischer mittelalterlicher Turmkronen hin. Diese wurden im 19. Jahrhundert als âDeutsche Kroneâ oder auch âWendische Kroneâ bezeichnet. Im Kircheninneren befinden sich neben dem Altar einige Gedenk- und Totentafeln, z.B. fĂŒr die Eheleute Anna Justina (â 1718/19) und Christian v. Pannwitz (1655â1703). Die Familie hatte vor allem aus pietistischer Ăberzeugung den niedersorbischen/wendischen Buchdruck des Ortspfarrers befördert.
Gottesdienste in niedersorbischer/wendischer Sprache wurden regelmĂ€Ăig bis etwa 1912 gefeiert.
Die Johanneskirche als einstige wendische Landkirche ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Cottbus/ChĂłĆebuz eingetragen.
Ăber das Objekt
Die Johanneskirche in Kahren/KĂłrjeĆ wurde auf VorgĂ€ngerbauten aus dem 14./15. Jahrhundert mit Feld-, Raseneisen- und Backsteinen errichtet und barockzeitlich mit einem polygonalen Chor ergĂ€nzt. Zu den Pfarrern gehörte Johann Gottlieb Fabrizius/Jan BogumiĆ Fabricius (1681â1741), der mit seiner BibelĂŒbersetzung das Niedersorbische/Wendische als Schriftsprache wesentlich weiterentwickelte.
1706 lieĂ Fabrizius âD. Martin Luthers sel. Kleiner Katechismus nebst einem christlichen Glaubensbekenntnis [âŠ] in der wendischen Spracheâ in Kahren drucken. Er organisierte ebenso die Ăbersetzung und Herausgabe des Neuen Testaments in niedersorbischer/wendischer Sprache. Daran erinnert eine 2006 aufgestellte Stele vor dem Pfarrhaus.
Der Kirchturm weist mit seinem gemauerten Helm, dem begehbaren Umgang und den wehrhaft wirkenden Zinnen auf die nur in der Niederlausitz und ihrem nahen Umfeld vorkommende AusfĂŒhrung mĂ€rkischer mittelalterlicher Turmkronen hin. Diese wurden im 19. Jahrhundert als âDeutsche Kroneâ oder auch âWendische Kroneâ bezeichnet. Im Kircheninneren befinden sich neben dem Altar einige Gedenk- und Totentafeln, z.B. fĂŒr die Eheleute Anna Justina (â 1718/19) und Christian v. Pannwitz (1655â1703). Die Familie hatte vor allem aus pietistischer Ăberzeugung den niedersorbischen/wendischen Buchdruck des Ortspfarrers befördert.
Gottesdienste in niedersorbischer/wendischer Sprache wurden regelmĂ€Ăig bis etwa 1912 gefeiert.
Die Johanneskirche als einstige wendische Landkirche ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Cottbus/ChĂłĆebuz eingetragen.
Autor:in der Objektbeschreibung
Atanasov, Katja
Roggan, Alfred
Schurmann, Peter
(01.12.2025)
Roggan, Alfred
Schurmann, Peter
(01.12.2025)
Autor:in der Objektbeschreibung
Atanasov, Katja
Roggan, Alfred
Schurmann, Peter
(01.12.2025)
Literaturhinweise
Atanasov, Katja / Roggan, Alfred / Schurmann, Peter 2015: Der Landkreis Spree-NeiĂe und seine sorbische/wendische Kulturgeschichte. Der Altkreis Cottbus. In: Sorbische Kostbarkeiten/Serbske drogotki (=Edition Wendisches Museum Cottbus; 9), S. 119â120.
Roggan, Alfred 2014: Imposante Wahrzeichen in der Niederlausitz. In: Offene Kirchen, Hg. Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, S. 21â23.
Literaturhinweise
Atanasov, Katja / Roggan, Alfred / Schurmann, Peter 2015: Der Landkreis Spree-NeiĂe und seine sorbische/wendische Kulturgeschichte. Der Altkreis Cottbus. In: Sorbische Kostbarkeiten/Serbske drogotki (=Edition Wendisches Museum Cottbus; 9), S. 119â120.
Roggan, Alfred 2014: Imposante Wahrzeichen in der Niederlausitz. In: Offene Kirchen, Hg. Förderkreis Alte Kirchen Berlin-Brandenburg, S. 21â23.
Fotos