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Archiv verschwundener Orte Horno

Ort
Horno
Ort
Horno
Koordinaten
51.75544
14.624284
Koordinaten
51.75544
14.624284
Kategorie
GebÀude
Kategorie
GebÀude
Über das Objekt
Teil der zwischen der Gemeinde Horno und dem Tagebauunternehmen Vattenfall getroffenen EntschĂ€digungsvereinbarungen fĂŒr die Devastierung des Dorfes war die Einrichtung eines Informationszentrums in Neu-Horno, das die Bilanz der Ortsverluste im Lausitzer Kohlerevier dokumentieren sollte. 2006 wurde das „Archiv verschwundener Orte“ im Dachgeschoss des Gemeindezentrums eröffnet und bestand hier bis zu seiner Schließung im Jahr 2024.
Das „Archiv verschwundener Dörfer“ war die erste museale Darstellung der Gesamtbilanz der Ortsabrisse infolge des Braunkohletagebaus seit 1924 in der Lausitz. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Dokumentation des Protests der Einwohner:innen Hornos und des Rechtsstreites gegen die Devastierung als PrĂ€zedenzfall der Praxis nach der deutschen Wiedervereinigung. Auch die jahrhundertelange Geschichte des Dorfes und ihrer sorbischen Aspekte in Sprache und Kultur wurde aufgegriffen, ergĂ€nzt um ein „Niedersorbisches Sprachlabor“. Ein begehbarer Teppich, der auf einer stilisierten Landkarte des Reviers alle seit 1924 (teil-)devastierten Ortschaften als interaktive Punkte anbot, bildete das die Ausstellung optisch verbindende Element. Über einen transportablen „Infosauger“ konnte man an diesen Punkten HintergrĂŒnde zum jeweiligen Ort erfahren. Diese Informationen wurden außerdem in einem Ausstellungsbuch sowie ĂŒber die auch ĂŒber die Schließung des Museums hinaus im Internet zugĂ€ngliche Ortsdatenbank publiziert.
Im Zug der Neuplanung der Ausstellung des Textilmuseums Forst wurde das Archiv in Neu-Horno als museale PrĂ€sentation 2024 geschlossen und die Installation abgebaut. In verĂ€nderter Form soll es Teil des kĂŒnftigen Rundgangs des Textilmuseums in Forst werden.
Über das Objekt
Teil der zwischen der Gemeinde Horno und dem Tagebauunternehmen Vattenfall getroffenen EntschĂ€digungsvereinbarungen fĂŒr die Devastierung des Dorfes war die Einrichtung eines Informationszentrums in Neu-Horno, das die Bilanz der Ortsverluste im Lausitzer Kohlerevier dokumentieren sollte. 2006 wurde das „Archiv verschwundener Orte“ im Dachgeschoss des Gemeindezentrums eröffnet und bestand hier bis zu seiner Schließung im Jahr 2024.
Das „Archiv verschwundener Dörfer“ war die erste museale Darstellung der Gesamtbilanz der Ortsabrisse infolge des Braunkohletagebaus seit 1924 in der Lausitz. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Dokumentation des Protests der Einwohner:innen Hornos und des Rechtsstreites gegen die Devastierung als PrĂ€zedenzfall der Praxis nach der deutschen Wiedervereinigung. Auch die jahrhundertelange Geschichte des Dorfes und ihrer sorbischen Aspekte in Sprache und Kultur wurde aufgegriffen, ergĂ€nzt um ein „Niedersorbisches Sprachlabor“. Ein begehbarer Teppich, der auf einer stilisierten Landkarte des Reviers alle seit 1924 (teil-)devastierten Ortschaften als interaktive Punkte anbot, bildete das die Ausstellung optisch verbindende Element. Über einen transportablen „Infosauger“ konnte man an diesen Punkten HintergrĂŒnde zum jeweiligen Ort erfahren. Diese Informationen wurden außerdem in einem Ausstellungsbuch sowie ĂŒber die auch ĂŒber die Schließung des Museums hinaus im Internet zugĂ€ngliche Ortsdatenbank publiziert.
Im Zug der Neuplanung der Ausstellung des Textilmuseums Forst wurde das Archiv in Neu-Horno als museale PrĂ€sentation 2024 geschlossen und die Installation abgebaut. In verĂ€nderter Form soll es Teil des kĂŒnftigen Rundgangs des Textilmuseums in Forst werden.
Autor:in der Objektbeschreibung
Lorenz, Robert
(26.06.2026)
Autor:in der Objektbeschreibung
Lorenz, Robert
(26.06.2026)
Literaturhinweise
Dokumentation bergbaubedingter Umsiedlungen, Archiv verschwundener Orte, Forst 2010.
Literaturhinweise
Dokumentation bergbaubedingter Umsiedlungen, Archiv verschwundener Orte, Forst 2010.
Fotos
Fotos