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Sorbisches Kultur­lexikon DIGITAL

Was war das Wendenregiment? Seit wann gibt es BĂŒcher und Verlage mit sorbischer Literatur? Wann entstand der Mythos um den sorbischen Zauberer Krabat? Worin liegen die Besonderheiten der Ober- und der Niederlausitz, der ober- und der niedersorbischen Sprache? Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem Braunkohlenbergbau? – Lexika und EnzyklopĂ€dien dienen der schnellen Information ĂŒber Daten und Namen, Fakten und Zahlen. FĂŒr die sorbische Kultur und Geschichte liegt seit 2014 ein solches populĂ€res Hilfsmittel, das „Sorbische Kulturlexikon“ vor, das den aktuellen Wissensstand zum Leben der Lausitzer Sorben systematisch darstellt.

Das Lexikon, ein Projekt des Sorbischen Instituts (erschienen im Domowina-Verlag Bautzen), bietet das in vielen Veröffentlichungen verstreute Wissen ĂŒber die alteingesessene Minderheit in beiden Lausitzen. In mehr als 200 Sachartikeln gewĂ€hrt es Einblick in den heutigen Forschungsstand gleich mehrerer geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Neben den Mitarbeitern des Sorbischen Instituts waren zahlreiche auswĂ€rtige Autoren an der Arbeit beteiligt. Die Forschungen und Publikationen zum Thema haben seit der Epoche der AufklĂ€rung, besonders aber im frĂŒhen 19. Jahrhundert stĂ€ndig zugenommen. Heute bestehen gesicherte Erkenntnisse auf vielen Gebieten der sorbischen Geschichte, Sprache, Literatur oder Volkskunde. Das Lexikon wendet sich vor allem an die interessierte deutschsprachige Öffentlichkeit. Von „Alphabet“ bis „Zweisprachigkeit“ liefert es die wesentlichen Ergebnisse sorabistischer Forschung aus dem In- und Ausland.

Mit der digitalen Version soll der Kreis der Rezipienten erweitert werde. Jedes Stichwort im alphabetisch geordnetem Nachschlagewerk beginnt mit einer Definition und bietet danach eine anschauliche Beschreibung des jeweiligen Gegenstands. Biografische und geografische Informationen zu Land und Leuten werden im Kontext der Themen vermittelt. Die Texte der Druckversion wurden gegebenenfalls geringfĂŒgig bearbeitet, u. a. wurden Sachfehler beseitigt sowie die Fachliteratur aktualisiert. Aus rechtlichen GrĂŒnden können in der digitalen PrĂ€sentation nicht alle Illustrationen aus der Druckversion ĂŒbernommen werden, stattdessen stehen Alternativen aus dem Fotoarchiv des Sorbischen Kulturarchivs zur VerfĂŒgung.