Lebendiges Kulturerbe
Ostersingen
Es werden Passionslieder in der Passionszeit und Auferstehungslieder in der Osternacht gesungen. Das Ostersingen war bis in die 1950er Jahre unter den evangelischen Sorben weit verbreitet. UrsprĂŒnglicher TrĂ€ger ist die aus den Spinnstuben hervorgegangene Singegemeinschaft der MĂ€dchen, die vier Wochen vor Ostern durch das Dorf und um die Fluren ging und Passionslieder sang. Das Ostersingen hatte seinen Höhepunkt am Karfreitag und endete bei Sonnenaufgang am Ostersonntag mit Auferstehungsliedern. Seit 2001 singt beispielsweise in Dissen am Karfreitag der Chor âĆuĆŸycaâ und seit 2011 in JĂ€nschwalde eine Gruppe junger Frauen in der Osternacht.
Es ist lebendiges Kulturerbe, das sich durch seine Dynamik auszeichnet. Das bedeutet, dass es sich in der AusfĂŒhrung und Weitergabe ĂŒber Generationen hinweg wandelt und anpasst. Dadurch wird es tradiert und bleibt lebendig.