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Lebendiges Kulturerbe

Ostereierverzieren

Das Osterei ist ein traditionelles, reich verziertes Ostergeschenk fĂŒr Kinder, vor allem Patenkinder, frĂŒher auch fĂŒr das Gesinde bzw. den Pfarrer oder Lehrer. Noch heute ist es in einigen Regionen der Lausitz ĂŒblich, dass Kinder sich bei ihren Paten ihren GrĂŒndonnerstag abholen. Die FĂ€rbung und das Verzieren erhöhen die Wertigkeit des Eies. Verbreitet sind vier Techniken, am weitesten die Wachsbatiktechnik resp. Wachsreservetechnik. Auf die gekochten oder ausgeblasenen Eier werden Muster mit heißem Wachs dort aufgetragen werden, wo das Ei beim FĂ€rben die Farbe nicht annehmen soll. Bei der Wachsbossiertechnik wird auf ein weißes oder hell gefĂ€rbtes Ei farbiges Wachs aufgetragen. In der Kratztechnik wird ein spitzer Gegenstand verwendet, mit dem das Muster auf das gefĂ€rbte Ei gekratzt wird. Bei der Ätztechnik wird das Muster auf das farbige Ei mit verdĂŒnnter SĂ€ure, beispielsweise ZitronensĂ€ure oder Sauerkrautsaft, aufgetragen.

Es ist lebendiges Kulturerbe, das sich durch seine Dynamik auszeichnet. Das bedeutet, dass es sich in der AusfĂŒhrung und Weitergabe ĂŒber Generationen hinweg wandelt und anpasst. Dadurch wird es tradiert und bleibt lebendig.