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Written Sorbian in the public space

Glossary

?text carrier
Mit TexttrĂ€ger ist die materielle Grundlage gemeint, die dazu dient, Text im öffentlichen Raum darzustellen. Dabei kann es sich um Schilder, Plakate, Transparente, Aufkleber, schwarze Bretter, SchaukĂ€sten oder andere Objekte handeln. (weitere Informationen:) Im Projekt wurden nur solche Kategorien von TexttrĂ€gern dokumentiert, bei denen es zumindest einige Belege fĂŒr die Verwendung der sorbischen/wendischen Sprache gibt. Objekte, die nicht hauptsĂ€chlich dazu gedacht sind, Text darzustellen (z. B. eine Wand mit Graffiti), wurden dabei nicht kategorisiert. Stattdessen haben wir die Aufschrift selbst als TexttrĂ€ger angesehen und entsprechend klassifiziert (z. B. als „Graffiti“). Mobile und nicht-fixierte Objekte (z. B. Autos, Kleidung, Flyer) sowie digitale TexttrĂ€ger wurden nicht dokumentiert. In manchen FĂ€llen kann ein einziger Text auf mehrere TexttrĂ€ger verteilt sein (z. B. eine Bekanntmachung, die sich ĂŒber mehrere A4-Seiten erstreckt). Der Einfachheit halber betrachten wir solche mehrteiligen Textgrundlagen dennoch als einen einzigen TexttrĂ€ger, sofern der inhaltliche, sprachliche und optisch-gestalterische Zusammenhang zwischen den einzelnen Teilen klar erkennbar ist. Das heißt: Es muss sich um einen einzigen Text handeln, der unvollstĂ€ndig wĂ€re, sobald man einen TeiltexttrĂ€ger entfernen wĂŒrde. Umgekehrt kann auch ein einziger TexttrĂ€ger mehrere Texte enthalten (z. B. eine beidseitig bedruckte Ortstafel).
Legally mandated bilingualism
According to §11 of the Sorb/Wend Law, public buildings and institutions, streets, paths, squares, bridges and placename signs as well as signs indicating these things must be bilingual. However, the wording "public buildings and institutions" is not further elaborated and is therefore open to interpretation. Due to this a three category system was implemented. An element in the linguistic landscape which is clearly and explicitly mentioned in the Sorb/Wend Law (including but not limited to placename signs, street name signs and wayfairing signs) is categorized as "yes". Since public buildings and institutions are not well defined, institutions (schools, administrative buildings, police stations, fire stations, and so on) and signs therefrom are categorized as "unclear". Finally, elements of the linguistic landscape that are not mentioned in the Sorb/Wend Law are categorized as "no".
Linguistic Landscape
Linguistic Landscape („Sprachlandschaft“) bezeichnet in der Sprachwissenschaft die Gesamtheit der im öffentlichen Raum sichtbaren geschriebenen Sprache auf Schildern, Plakaten, AushĂ€ngen, Informationstafeln, Graffiti etc. in einer bestimmten Region.
Translation, complementary
This defintion comes from the research done by Mechthild Reh (2004). "Texts in which different parts of the overall information are each rendered in a different language are said to display complementary multilingualism, since knowledge of all the languages involved is required to understand the whole message” (Reh 2004, 14).
Translation, duplicating
This defintion comes from the research done by Mechthild Reh (2004). “The term ‘‘duplicating multilingual writing’’ refers to those practices in which exactly the same text is presented in more than one language.” (Reh 2004, 8)
Translation, fragmentary
This defintion comes from the research done by Mechthild Reh (2004). "The term ‘‘fragmentary multilingualism’’ is used for multilingual texts in which the full information is given only in one language, but in which selected parts have been translated into an additional language or additional languages.” (Reh 2004, 10)
Translation, overlapping
This defintion comes from the research done by Mechthild Reh (2004). "Multilingual writing on stationary objects is termed overlapping if only part of its information is repeated in at least one more language, while other parts of the text are in one language only" (Reh 2004, 12). An example of a sign with overlapping translations can be found here.
Category / type of text carrier
Gibt an, um welche Art von TexttrĂ€ger es sich handelt. Die Zuordnung eines TexttrĂ€gers zu einer Kategorie kann sich nach Ă€ußeren Merkmalen (z. B. Material, Form, Aussehen, Position) und/oder nach dessen Zweck oder Inhalt richten. Ein gegebener TexttrĂ€ger kann deshalb in mehr als eine Kategorie fallen (z. B. in die Kategorie „Aufkleber“ nach Ă€ußeren Merkmalen und in die Kategorie „Werbung“ nach dem Zweck).
Discourse
Gibt an, welche kommunikative Funktion der Text auf einem TexttrÀger besitzt oder welchem gesellschaftlichen Bereich er angehört. Ein gegebener TexttrÀger kann zu mehr als einem Diskurs gehören.
Establishment
Gibt an, zu welcher Art von Institution (im weitesten Sinne) ein TexttrĂ€ger gehört. (weitere Informationen:) Eine Einrichtung oder Institution umfasst sĂ€mtliche GebĂ€ude und sonstige Anlagen auf öffentlichem oder privatem Grund an einem bestimmten Standort, die einem ĂŒbergeordneten Zweck dienen und im Verantwortungsbereich eines bestimmten Betreibers oder EigentĂŒmers liegen. Ein TexttrĂ€ger wurde genau dann einer Einrichtung zugeordnet, wenn folgende Kriterien erfĂŒllt waren: - Ort: Der TexttrĂ€ger befand sich an deren GebĂ€ude(n), auf deren GrundstĂŒck oder in unmittelbarer NĂ€he. - Zusammenhang: Die Zugehörigkeit des TexttrĂ€gers zur Einrichtung war fĂŒr Außenstehende erkennbar, etwa durch die Verwendung des Namens der Einrichtung, deren typisches Erscheinungsbild (Corporate Design) oder weil sich der Zweck und die Zielgruppe des TexttrĂ€gers nur aus dem Zusammenhang mit der Einrichtung erschließen ließ. - Kontrolle: Der TexttrĂ€ger wurde vermutlich vom Betreiber/EigentĂŒmer, in dessen Auftrag oder mit dessen Erlaubnis angebracht.* *Da dies von außen schwer zu beurteilen ist, wurde vereinfachend davon ausgegangen, dass z. B. transgressive Beschriftungen (Aufkleber und Graffiti) sich der Kontrolle des Betreibers/EigentĂŒmers grundsĂ€tzlich entziehen und daher nicht zur Einrichtung gehören. Auch offizielle Beschilderungen wie Straßenschilder, die teilweise an öffentlichen oder privaten Einrichtungen angebracht sind, wurden denselben nicht zugerechnet.
Language dominance
Gibt an, welche Sprache auf einem mehrsprachigen TexttrĂ€ger qualitativ ĂŒberwiegt oder sichtbarer dargestellt ist. (weitere Informationen:) FĂŒr das vorliegende Projekt wurde untersucht, in welchem DominanzverhĂ€ltnis das Sorbische/Wendische zu anderen Sprachen steht, insbesondere zum Deutschen. Die Dominanz kann hinsichtlich verschiedener Eigenschaften bestehen: ?Schriftfarbe, SchriftgrĂ¶ĂŸe, Position, QuantititĂ€t, Schriftauszeichnung. Es ist möglich, dass eine Sprache eine andere Sprache zwar hinsichtlich einer bestimmten Eigenschaft dominiert, ihr jedoch hinsichtlich einer anderen Eigenschaft untergeordnet ist.
Translation
Gibt an, wie die Information auf einem mehrsprachigen TexttrÀger sprachlich aufgeteilt ist.